Kaiseraugster Notizen
JA zu den Bilateralen VerträgenVon Meinrad Schmid, 28. Dezember 2008 – 20:45
Dass die Abstimmung zu den bilateralen Verträgen kein Spaziergang werden wird, war vorauszusehen. Mit Emotionen wie "Zigeuner", Rumänen und Bulgaren können die "Jungtürken" der SVP einmal mehr Angst schüren - Angst vor allem bei den Mitmenschen deren Arbeitsstelle von Abbau bedroht ist. Offenbar ist die ablehnende Haltung von Ex-Bundesrat Blocher nur vordergründig, will er für die Abstimmungskampagne seinen "Geldbeutel" nicht so recht aufmachen. Er weiss ganz genau, dass für die Firma seiner Tochter "die Ems-Chemie" viel auf dem Spiel steht, wenn die Sache "in die Hose" geht. Ems-Chemie liefert einen grossen Teil der Produktion in den EU-Raum; es könnten die "Felle" davon schwimmen. Nun, die Jungtürken der SVP - und viele Parlamentarier der SVP mussten noch nie ein Kilogramm Ware im Export verkaufen und sich darum kümmern wie die Leute hier in unserem Land Arbeit haben, Löhne verdienen und ein Leben machen können.
- 6.0
- | Kategorie: Hohe Politik
Tags:
Technorati-Tags:
Kommentare
Kommentare als RSS-Feed
JA aus Vernunft
- Von: ursula singh
- , 05. Januar 2009,
- 09:12
Sie haben natürlich vollkommen recht, Herr Mantel. Wir - die Arbeitnehmer - haben Angst. Schon jetzt, ohne Osterweiterung. Dass hiesige Firmen aus Gier schon jetzt mit Hilfe von Arbeitern, die unter Druck gegen Billigstlöhne - wahrscheinlich legal - krampfen, mit billigsten Materialien Häuser bauen, sie mit den billigsten Maschinen - vielleicht in China hergestellt? - ausstatten, um daraus den höchstmöglichen Gewinn auf unsere Kosten durch überhöhte Mieten zu erwirtschaften, ist nicht das Problem der Osterweiterung. Die Gier hat das Finanzsystem ins Wanken gebracht. Und die Gier mancher Unternehmer kennt ohnehin keine Grenzen. Mit oder ohne Osterweiterung. Darum kommen wir um ein JA aus Vernunft, wie Sie es sagen, nicht herum.
JA zu den Bilateralen Verträgen
- Von: ursula singh
- , 29. Dezember 2008,
- 10:10
Leider erklären die Angstmacher dem einfachen SVP-Wähler den Zusammenhang von Arbeitsplatzerhaltung und Offenheit nach aussen nicht. Wenn nämlich Firmen ins Ausland abwandern (müssen), verlieren wir Arbeitsplätze. Wenn andererseits ein paar Bulgaren, Rumänen und "Zigeuner" ins Land reisen, heisst das noch lange nicht, dass diese uns Arbeit wegnehmen. Auch heute dürfen Menschen aus jenen Ländern bei uns einreisen. Ändern wird sich da wohl kaum etwas. Schon jetzt gibt es Arbeiten, die kein Schweizer machen würde. Ob diese Arbeiten in Zukunft von einem Rumänen anstatt einem Spanier oder Portugiesen gemacht würden, sollte uns nicht kümmern.
Backlinks
http://search.live.com/results.aspx?q=bilateralen
http://www.google.ch/search?hl=de&q=bilaterale+ja&start=10&sa=N
http://www.google.ch/search?hl=de&q=ems+chemie+bilaterale&btnG=Suche&meta=lr%3Dlang_de
http://www.google.ch/search?sa=N&tab=nw&q=ems%20chemi%20Bilateralen
http://www.google.ch/search?hl=de&q=bilaterale+Kr%C3%A4hen&btnG=Google-Suche&meta=
http://www.google.ch/search?gbv=2&hl=de&q=Unsere+Bilaterale+Ja&start=10&sa=N
http://www.google.de/search?hl=de&q=+ja+zu+den+bilateralen&meta=
http://www.google.de/search?hl=de&q=Ja+zu+den+Bilateralen&meta=
http://www.google.ch/search?gbv=2&hl=de&q=kr%C3%A4he%20and%20svp%20bilaterale&ie=UTF-8&sa=N&tab=iw
http://www.google.com/search?q=http://www.svp+kaiseraugst.ch&hl=de&start=10&sa=N








JA aus Vernunft?
"Das Einzige, wovor wir uns fürchten müssen, ist die Furcht". So Frau BR Calmy-Rey in einem Referat im November im Zürcher Kaufleuten.
Angst vor tieferen Löhnen, vor schlechteren Ar-beitsbedingungen, vor Mangel an billigen Woh-nungen, vor steigenden Mieten, vor zunehmen-den Sozialkosten u. a. sind - nicht nur beim SVP-Wähler! - eine Tatsache. Und die jetzige Wirt-schaftskrise und deren absehbaren Folgen tragen nicht zur Beruhigung bei.
Um solche Ängste zu beseitigen und das Volk zu überzeugen, müssen sich m. E. der Bundesrat, aber auch die befürwortenden Parteien und nicht zuletzt die SP-Gremien schon etwas bessere Argu-mente als solche wie das eingangs erwähnte einfallen lassen.
Vor allem wenn sogar Paul Rechsteiner angeblich schreibt: " Die Arbeitnehmenden haben kein pri-märes Interesse an der erweiterten Konkurrenz in einem offenen europäischen Arbeitsmarkt".
Ich werde trotzdem JA stimmen. Wohl aus Ver-nunft, aber auch Angst davor, dass bei einem NEIN alle bilateralen Abkommen gefährdet sind und unsere Wirtschaft benachteiligt wäre.