Kaiseraugster Notizen
Energiemustergemeinde Kaiseraugst - das war einmal!Von Meinrad Schmid, 31. März 2009 – 21:30
Vor 25 Jahren war Kaiseraugst DIE Energiemustergemeinde im Fricktal. Gemeindeeigene Gebäude wurden nachisoliert, eine erste Wärmekraftkopplung im Schulhaus Dorf installiert, der Werkhof erhielt Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Elektrizität. Mit zahlreichen Massnahmen wollte der damalige Gemeinderat Energie schonen und Vorbild sein. So konnten private Liegenschaftseigentümer einen unentgeldlichen Energieberatungsdienst beanspruchen. Nun, Kaiseraugst hat sich weit von diesen Visionen entfernt! Rheinfelden macht es vor - die Stadt hat sich zu einem der grössten Anbieter in der Region von Wärmenutzung "gemausert" - Gratulation!
Meilenstein in der Energiepolitik
Mitte Dezember, nach einer Bauzeit von sieben Monaten, wurde die Wärmepumpenanlage in der ARA Rheinfelden in Betrieb genommen. Seitdem kann der Wärmebedarf der Siedlungen Augarten, Weiherfeld und des nah gelegenen Industriegebietes zu zwei Dritteln CO2-frei abgesichert werden. Die 1976 fertig gestellte Wohnsiedlung Augarten und die Neuüberbauung Weiherfeld zählen im Endausbau gegen 1'600 Wohneinheiten und beherbergen rund ein Drittel der Rheinfelder Bevölkerung. Die warmen Abwasser der ARA Rheinfelden werden heute nicht mehr einfach in den Rhein geleitet, sondern sinnvoll und nachhaltig genutzt. Für die Stadt Rheinfelden stellt die neue Fernwärmeversorgung einen weiteren wichtigen Meilenstein in seiner Energiepolitik dar.
- 6.0
- | Kategorie: Lokalpolitik
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Energiemustergemeinde Kaiseraugst
Meines Wissens wohnt etwa die Hälfte unserer Einwohner oberhalb der Bahnlinie. Die Liebrüti wird zwar dauernd geflickt und repariert. Sie nennen es Renovation. Interessant wäre zu wissen, wieviel ungenutzte Energie durch die dreissig Jahre alten Fenster entweicht. Die neue Siedlung Römergarten hätte die Möglichkeit gehabt, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Aber auch hier nur Profit. Um rasch die Hände warm abzuspülen, verbraucht man zuerst etwa fünf Liter kaltes Wasser. In der Küche sind die billigsten anstelle der energiesparendsten Maschinen installiert. Die Mehrkosten für fast 100 Familien mal 365 Tage im Jahr würde sich doch langfristig lohnen. Es wäre erst noch ein zusätzliches PR-Argument, interessierte Mieter zu gewinnen.
Schade für die vertane Chance!