Kaiseraugster Notizen
Die gemeindeeigenen KahlschlägerVon Meinrad Schmid, 14. Juni 2009 – 17:01
Im Frühjahr jeden Jahres, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht, machen sich die Kahlschläger des Bauamts auf, den spriessenden Frühlingsflor ebenerdig abzuschlagen. Die Wegwarten, Malven, Klatschmohn, Schafgarben und Wiesensalbei haben keine Chance zu blühen und sich weiterzuvermehren. Mit Akribie werden die Strassenbörder und die Spazierweg-Bankette bis auf den Humus "gesäubert". Warum nicht gleich seitwärts betonieren und grün anmalen? Die verantwortlichen Personen haben keinen Respekt vor der Natur...oder sie wissen es einfach nicht besser. Die frühere Generation der Bauamtsleute kannte die Blumen. Sie hatten Freude am gedeihen der Natur.... offenbar gibt es diese Qualität von Menschen nicht mehr!
- 6.0
- | Kategorie: Lokalpolitik
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Die gemeindeeigenen Kahlschläger
- Von: ursula singh
- , 15. Juni 2009,
- 07:53
Wie recht Sie doch haben! Vor ein paar Jahren habe ich mich gefreut am wunderschönen Asphofweg. Unterdessen hat man ihn zum Trottoir gestylt und nicht nur zugeteert, sondern auch bis auf den Humus runter geschoren. Inklusive die Büsche, die nun wie übrig gebliebene Säulen da stehen.
Von auswärts am Bahnhof ankommend fällt einem zuallerst der Schmutz, die Zigarettenstummel, die Kaugummis und die grusigen Wände auf. Weit und breit kein Grün, keine Blumen, keine Pflanzen. Man fragt sich, wo man da gelandet ist.
Aber nicht nur die Wegränder hier in der Siedlung werden kahl geschoren, auch im Wald wird geputzt und geräumt. Die Waldwege werden gereinigt und sauber geblasen, bis sich kein Lebewesen mehr darauf wagt.
Vielleicht ist das ganz einfach Arbeitsplatzerhaltung ohne, dass wir uns dessen bewusst sind?








die Kahlschläger
... wenn man vom Teufel spricht... Jetzt sind sie wieder am Werk. Mit Kantenschneidern, Fräsen, Sägen, Mähmaschinen und Rasenmähern. Eine ganze Armee.
Ich war der Meinung, die Roche hätte vor Jahren eine Auszeichnung für ihre naturfreundliche Umgebungsgestaltung bekommen. Nun säubern aber unsere Mannen vom Werkhof bis an die Umzäunung alles und jedes bis auf den Grund. Eine Blume hat da keine Chance, sich zu vermehren.
Zudem weiss heute fast jedes Kind, dass diese Schneidmaschinen tödlich sind für alle Kleinlebewesen, die sich zufällig in und unter den Hecken befinden.
In der Landwirtschaft erhält der Bauer Zuschüsse, wenn er die Wiese stehen lässt, bis sich die Blumen versamt haben.
Eine Gemeinde sollte oder könnte eine Vorbildfunktion ausüben. Die Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke.